Einleitung Radverkehr


In dieser Rubrik möchte ich Ihnen/Euch einiges an Wissen rund um Thema das Fahrrad und Mobilität weiter geben. Denn das Fahrrad ist für mich mehr als ein Sportgerät für die Freizeit. Es handelt sich in dieser Rubrik um ein paar persönliche, gesammelte "Fachbrocken" aus meiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit "Pro Fahrrad" u. a. für den ADFC. Seit Frühjahr 2014 bin ich als selbständigter Ingenieur in diesem Bereich hauptberuflich tätig. Mit Stand März 2019 ist die Rubrik "Radverkehr" noch sehr kurz. Es gibt bisher nur ein paar Radverkehrsartikel. Weitere interessante Themen sind aber im Kopf.

Bis Anfang 2020 erstelle ich zusammen mit meinem Mitarbeiter Swen Schneider ein umfassendes Fachbuch zum Thema "Radverkehr und Stadtplanung".

Weitere Bildmotive zum (Rad)Verkehr mit Erläuterungen von mir sind hier auf qimby.net zu finden (mit Stand März 2019 mehr als 130 Motive). Das Projekt von Martin Randelhoff sammelt frei nutzbare Bilder von guten Beispielen im Verkehr und in der Stadtplanung. Auch meine Motive können z. B. gerne in Vorträgen von Radaktiven, oder im Bereich Forschung und Lehre genutzt werden.

Zukunftsfähige Mobilität: größere Angebotsvielfalt und mehr Energie- und Ressoureneffizienz im Verkehr

Obwohl Frau Merkel ja das Ziel "1 Million Elektroautos in Deutschland bis 2020" ausgegeben hat, passierte in den letzten Jahren auf Deutschlands Straßen eher das Gegenteil. Ein Beispiel dieser nicht zukunftsfähigen Entwicklung ist die "SUV-Boom". Nur die wenigsten, die solch ein Fahrzeug in Deutschland fahren, brauchen es auch wirklich für Fahrten im Gelände... (siehe auch jährliche deutsche Neuzulassungszahlen in % SUV / Geländewagen in dieser Wikipedialiste).

Aber mit Elektroantrieben in einer neuen "herkömmlichen PKW-Flotte" (1 bis 1,5 Tonnen Material für den durchschnittlichen Transport z.B. von 1,2 Personen auf den Wegen zur Arbeit) sind natürlich die Probleme ebenfalls nicht gelöst. Aber aktuell passiert leider gerade das in Deutschland noch zu oft: Man versucht Elektromobilität von oben her (also vom herkömmlichen PKW aus gesehen) einzuführen. Das es aber sinnvoller wäre sich mal vom "Standard-PKW" zu lösen, zeigt auch im Bereich Elektromobilität sehr schön das Fahrrad. Mit Stand Ende 2013 waren in Deutschland bereits 1,6 Millionen Pedelecs unterwegs - und das weitgehend ohne millionenschwere, staatliche Förderung.

Laut einer DPA-Meldung vom März 2015 sind in Deutschland mittlerweile 2,1 Millionen elektrounterstützte Fahrräder untwegs. Nach Zahlen des Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) stieg die Gesamtzahl der Fahrräder binnen des letzten Jahres um eine Million Stück. Insgesamt gibt es damit in Deutschland 72 Millionen Fahrräder. Alleine 2013 wurden 4,1 Millionen Fahrräder verkauft. Die Fahrradindustrie setzte damit 4 bis 5 Milliarden Euro um.

Ein "weiter so" in der Mobilität der westlichen Industriestaaten kann es weltweit gesehen aber nicht geben. Auf dem Radforum Nordhessen im November 2014 stellte dies Michael Cramer in seinem Vortrag zur europäischen Radverkehrspolitik und zum Iron Curtain Trail sehr gut dar. Die derzeitige kraftfahrzeugbasierte Mobilität der westlichen Industiestaaten mit 600 bis 800 PKW pro 1000 Einwohner funktioniert weltweit gesehen nicht. Sowohl vom Ölverbrauch, aber auch von den eingesetzten Ressouren in bezug auf die Herstellung ist dies aktuell bei "nur" 7 Millarden Menschen nicht machbar. Vom Klimaschutz noch einmal ganz abgesehen... Laut eines Diagramms in Herrn Cramers Vortrag kommt China durchschnittlich gerade einmal auf 40 PKW / 1000 Einwohner. Und trotz dieser landesweit noch sehr geringen Kraftfahrzeugdichte sind die negativen Folgen in den großen chinesischen Megastädten ja allgemein bekannt...

Verkehrsträger Fahrrad

Daher ist es notwendig, Mobilität in Zukunft viel breiter mit den stärken und schwächen aller Verkehrsträger integriert zu betrachten. Insbesondere im urbanem Verkehr kann das Fahrrad seine Trümpfe (wenig Platzbedarf, günstiges Verkehrsmittel für Jedermann, energie- und ressourenschonend, usw.) voll ausspielen. Weltweit bricht so in vielen Metropolen bereits ein neues Mobilitätszeitalter an - ob nun in Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Amsterdam oder Kopenhagen. Aber auch Megastädte wie Paris, London und sogar New York sind dabei das Fahrrad als urbanes Verkehrsmittel wieder zu entdecken. Im Sommer 2014 war ich das erste Mal in der Fahrradnation Niederlande zu Gast. Und selbst ich als gut informierter Radler war da noch überrascht, wie weit die Niederlande den Weg in die Zukunft der urbanen Mobilität schon beschritten haben.

Damit viel Spass beim Stöbern und Lesen in der Rubrik "Radverkehr".


Was ist schnell?

Cykelsuperstier from cykelsuperstier on Vimeo.

Radschnellwege in der Region Kopenhagen: www.cykelsuperstier.dk


Video: "Trotz Schikanen: Frauen radeln in Kairo"

Das AFP-Video stellt mutige Frauen vor, die sich als Radlerinnen in den chaotischen Verkehr der ägyptischen Hauptstadt stürzen. Es werden Frauen-Radfahrkurse angeboten und eine Radler-Initiative gibt es ebenfalls. Zum AFP-Video (1:26 min) auf Youtube.


Nördliche Niederlande: Premiumradeln in der Region Groningen / Asse

Der Karikaturist Arno von der Heijden führt über die "Fietsroute Plus" von Zuidhorn nach Groningen (nur niederländisch aber trotzdem sehenswert). Hier wurde von der Umlandgemeinde "Zuidhorn" eine hochwertige ,betonierte Radroute für Fahrradpendler in das Oberzentrum Groningen angelegt. Die Breite dürfte geschätzt 3,5 m bis maximal 4 m betragen. In der Region Groningensind noch weitere "Fietsroute Plus" als Stadt-Umland-Verbindungen im entstehen bzw. bereits fertig gestellt. Der aktuelle Realsierungsstand ist mit Stand 03-2019 nicht bekannt. Das Video von 2014:


Östliche Niederlande: Radschnellweg F35 in der Region Twente

Präsentation Fietssnellweg F35 www.fietssnelwegf35.nl (niederländisch)




© Dirk Schmidt 11-03-2019 -> zurück zur Startseite

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